Steinbacherhof

Freizeit. Reiten. Therapie

Begeisterung
Wir bemühen uns täglich, unserem Pferd als Partner zu begegnen, ihm alles zur Verfügung zu stellen, was es braucht, um ein möglichst artgerechtes Leben als Herden-, Lauf- und Fluchttier zu leben. Wir füttern, pflegen es, misten die Stallungen und Koppeln, versorgen es medizinisch, wo notwendig. Wir kümmern uns um Hufschmied, Tierarzt, Futterlieferungen und erfinden so oft es geht neue Verbesserungen in Haltung und Pflege. Wir trainieren mit unserem Pferd, achten auf Gymnastizierung und gute Kondition unseres Freizeit- und Therapiepartners.
Wir nehmen unsere Verantwortung ernst, sehen sie als selbstverständlich – schließlich haben wir ja unsere Pferde zu uns geholt.
All das stimmt. Und all das kann im alltäglichen Geschehen auch zu Druck führen, der uns ab und zu die Freude am Zusammensein mit unseren Pferden nicht mehr so bewusst wahrnehmen lässt. Ja, jede und jeder hat auch einmal einen Tag, an dem wir nicht so gerne ausmisten. Aber was führt dazu, dass es auch Tage gibt, an denen wir nicht so gerne mit unseren Pferden beisammen sein wollen? Mit ihnen arbeiten?
Wenn wir zurückschauen zu den Anfängen, was sehen wir dort? Was ist uns als Kind durch Kopf und Herz gegangen, wenn wir endlich, endlich bei den Pferden sein durften? Wir haben die Zeit vergessen, alle Sorgen und alle Termine. Wenn wir nur einmal diese Stirn berühren, diese Nüstern streicheln durften, einmal den Atem dieses wunderbaren Geschöpfs auf unserer Wange spüren konnten. Einmal erlebt haben, wie sich die Muskeln unter uns zusammenzogen für einen ersten, weiten Sprung in den Galopp. Das Klingen der Hufe auf dem Weg war uns Musik, jedes Lied hatte den Rhythmus eines freilaufenden Pferdes und unsere Träume waren gefüllt mit Bildern von wilden Hengsten, die voll Vertrauen sich allein von uns berühren ließen.
Wenn uns heute Momente treffen, in denen all das vom Alltag und seinen Anforderungen überlagert wird, wenn wir eines Tages unser Pferd ansehen und merken, wie lange es her ist, dass wir diese Begeisterung und Liebe gefühlt haben, dann ist es höchste Zeit. Höchste Zeit, das Kind in uns wieder zu Wort kommen zu lassen, mit unserem Pferd einfach eine Stunde auf der Weide zu verbringen, ihm zuzuhören, mit ihm zu laufen. Es ist Zeit, eine Pause vom Alltag zu machen, die Verantwortung beiseite zu schieben, um der Freude Raum zu geben.
Ja, es gibt Notwendigkeiten, Aufgaben, Pflichten – aber wie eine noch so verantwortungsvoll geführte Ehe scheitern muss, die nur aus diesen Dingen besteht, so wird auch unsere Beziehung zu unserem Pferd scheitern, wenn wir die Freude, die Liebe und die Begeisterung füreinander nicht pflegen und täglich zu Wort kommen lassen.
Springt neben Eurem Pferd über einen Graben, mag er noch so klein sein, legt ihm Ranken um den Hals und seid Ronja und Birk, schaut ihm in die Augen und seht alle Welten darin, die Ihr Euch je erträumt habt!

Gewaltfreiheit

Im Umgang mit Pferden, speziell mit denen, die Charakterzüge eines Rebellen, eines Spaßvogels oder ähnlich eigenständige Tendenzen besitzen kommen wir immer einmal in die Situation, dass das Pferd stärker reagiert, heftiger seinen Unmut, sein Nichtverstehen zeigt oder auch auf eine Forderung mit einem definitiven „heute, jetzt will ich das nicht tun“ reagiert. Was aber tun in solchen Momenten?

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Basiselemente der nonverbalen Kommunikation

 

Atem

In der Zusammenarbeit mit Pferden ist der Atem von essentieller Wichtigkeit. Pferde nehmen etwa wahr, ob wir den Atem fließen lassen, oberflächlich in den Brustkorb atmen oder den Atem anhalten. Mit jeder dieser Wahrnehmungen ist für ein Pferd eine gewisse Stimmung und emotionale Befindlichkeit verbunden.

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Was wir unseren Pferden schulden

 

Therapie - ein gemeinsamer Prozeß zwischen Therapeutin, Pferd und Klienten. Wir erwarten von unseren Pferden tagtäglich entspanntes Arbeiten, Aufmerksamkeit, das Ertragen von physischen wie psychischen Fehlern und Unzulänglichkeiten unserer Klienten, aber auch mit unseren eigenen Stimmungen, Emotionen, psychischen Paketen müssen sie zurechtkommen. Dazu Witterungseinflüsse wie Wind, Regen, Hitze, glatte Böden oder natürliche Unannehmlichkeiten wie Fellwechsel, Insektenplage oder "Kreislaufwetter". Da kommt vieles zusammen, und weit mehr als das schon bei einem Privatpferd der Fall ist, mit immer demselben einen Menschen, auf den es sich einstellen kann.

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Führen im therapeutischen Kontext

 

Das Führen an sich ist bereits ein sehr komplexes Thema. Es fordert uns auf, mit Klarheit unseren Weg zu sehen und zu gehen, denn nur dadurch können wir Sicherheit vermitteln. Was so einfach klingt ist für uns alle zu Beginn fast unmöglich.

 

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Teil 3: Fokus und Wohlfühlen im eigenen Körper

 

- wieder und immer und immer wieder führt uns das Pferd zu uns selbst.


Fokus

Wie der Blick und somit der äußere Fokus, so muß der innere Fokus ganz bei meiner Arbeit in diesem Moment sein. Schweifen meine Gedanken ab, beschäftige ich mich halbbewusst mit meinen Problemen oder Plänen, so wird auch das Pferd unaufmerksam, übernimmt unter Umständen auch den „Wachposten“ im Team und in jedem Fall leidet die Therapiesituation. In weiterer Folge führt diese verminderte Aufmerksamkeit leicht zu gefährlichen Situationen, da ich die ersten Signale des Pferdes und auch die Geschehnisse in der Umgebung nicht rechtzeitig wahrnehme und so auch nicht frühzeitig zur Deeskalation beitragen kann.

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